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Funkensonntag im Montafon

Vereint den Winter verabschieden

Am ersten Sonntag nach Aschermittwoch endet die alte Fastnacht und es wird der erste Fastensonntag – der Funkensonntag – gefeiert, an welchem der Winter verabschiedet und der Frühling willkommen geheißen wird.  

Funkenfeuer - das traditionelle Lagerfeuer im Montafon
Eine lebende Tradition - das Funkenfeuer

Der Name stammt vom traditionellen Funkenfeuer, das alljährlich für diese Feierlichkeit entzündet wird. Auch im Montafon hat dieser Brauch eine lange Tradition und wird noch heute gerne gefeiert.

Die Bedeutung des Funkensonntags

Der Funken Sonntag symbolisiert die Verabschiedung des Winters und findet jedes Jahr am Sonntag nach Aschermittwoch statt.

Es wird aus Holz ein Funken gebaut. Durch das Verbrennen des Funkens soll neues Leben entstehen und der Frühling eingeläutet bzw. willkommen geheißen werden.

Mystische Hintergründe

Spiritueller Hintergrund des Funkensonntags ist unter anderem auch, das Loslassen von alten Dingen (Gewohnheiten, Krankheiten, Erinnerungen, Erlebnisse, ...) aus dem vergangenen Jahr. Das geschieht durch die Kraft des Feuers - das die Sonne symbolisiert.

Das traditionelle Funkenfeuer am Kristberg

Früher nannten die Kristberger den Funkensonntag Altfasna(ch)t oder Altfasna(ch)t Sunntig. Nach Dreikönig begannen die größten Schüler mit dem Funkozüho (Holzsammeln für den Funken). Solange es Schnee hatte, nahmen sie dazu einen Horner (Schlitten), sonst einen Leiterwagen. Damit möglichst viele Buben die schwere Last ziehen konnten, wurde vorne ein Seil mit fünf Querstäben befestigt. Die Kinder gingen damit an den schulfreien Nachmittagen durchs Dorf und riefen ihre Sprüchlein.

„Schittr, Schollo, Stroh! Wird dr Funka hoh!
Stroh, Stroh – semmer froh! Alte Wiber nemmer oh“

Sie bekamen von den Leuten Schittr (Holzscheiter), Buschla (Reisigbündel) oder Stroh für den Funken. An manchen Orten riefen sie zum Dank:

“Eu sollen d``Küachle ufgo wia-na Kopfküsse!“

Bekamen sie aber nichts, so riefen sie:

“Eu sollen d`Küachle hocka blieba wie na verreckte Krot!“ 

Das Funkenbauen

Früher war das Funkenbauen Buabasach (Angelegenheit der Burschen). Sie sammelten das Material für Funken und Fackeln, bauten den Funken, entzündeten das Feuer, schwangen die Fackeln oder schossen Scheiben und sprangen am Schluss über die Glut des abgebrannten Funkens. Nachts, wenn sie heimkamen, bekamen sie noch Küachle (Küchlein).

Montafoner Gedicht vom Funkensonntag und vom Küachle Essen von Otto Borger:

Funka Sonntig ischt,
gerals hockt am Tisch,
drof i großer Zahl,
Küachle vieler Zahl!

Alle grifan prächtig zu,
dr Täta, Mama und der Bua!

Zmol fochts lut a plära,
D´r Täta set: "Gingili was tuast,
Küachli sen gat gnuag!"
"T´s plära macht mi a,
wel i nömma ka!"

Funkensonntag im Montafoner Hotel am Kristberg

Feiere gemeinsam mit dem Verwöhnteam im Panoramagasthof Kristberg den Funkensonntag und genieße das große Funkenfeuer an einem starken Kraftplatz inmitten der Alpen. Auf Deine unverbindliche Buchungsanfrage oder die Onlinebuchung Deines Zimmers am Kristberg freut sich Familie Zudrell und das gesamte Hotelteam.

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